Studie: Transparenz wichtiger Faktor für erfolgreiches Fiduciary-Management

Aon Hewitt präsentiert die Ergebnisse der britischen Fiduciary-Management-Studie 2016

Vertreter von 250 britischen Vorsorgeeinrichtungen mit einem verwalteten Vermögen von knapp 300 Milliarden Euro haben sich an der aktuellen Fiduciary-Management-Studie 2016 von Aon Hewitt beteiligt. Das entspricht rund 20 Prozent der britischen Vorsorgevermögen (leistungsorientierte Pensionspläne). Die Untersuchung wird seit 2011 jährlich durchgeführt.

Die Studie belegt, wie sorgfältig und detailliert die institutionellen Investoren Fiduciary-Manager bewerten, implementieren und überwachen. Auch die hohe Kundenzufriedenheit fällt auf: 98% der Befragten bewerten die Dienstleistungen von Fiduciary-Managern als ausgezeichnet bis befriedigend.

Zudem zeigt sich, dass Vorsorgeeinrichtungen bei der Auswahl des Fiduciary-Managers unterschiedliche Methoden kombinieren: 67% nutzen Präsentationsrunden (beauty parade) oder Vor-Ort-Besuche, um die Ressourcen der Fiduciary-Manager zu bewerten. Immer mehr setzen auf eine Due-Diligence-Prüfung (65%). Formelle Wettbewerbsausschreibungen (request for proposals) nannten 55% der Befragten.

Aufschluss liefert die Studie außerdem darüber, welche Faktoren für institutionelle Investoren in der Zusammenarbeit mit Fiduciary-Managern am wichtigsten sind: Performance/Track Record (47%), Investmenterfahrung (46%) und ein transparenter Investmentprozess (42%). Gebühren sind für die Befragten weniger wichtig (24%).

Das Vertrauen der Vorsorgeeinrichtungen in die Fiduciary-Manager ist nach wie vor sehr hoch. 98% bewerte-ten die Erfahrungen mit Fiduciary-Managern als ausgezeichnet bis befriedigend. Für die große Mehrheit (87%) sind die eigenen maßgeschneiderten Anlageziele das wichtigste Bewertungskriterium für die Performance. Allgemeine Investment-Benchmarks werden als weniger wichtig angesehen.

„Dies ist eine Erfahrung, die wir auch im deutschen Markt machen“, erläutert Dr. Torsten Köpke, Head of Investment Consulting Aon Hewitt Deutschland. „Keine Vorsorgeeinrichtung gleicht der anderen. Wenn institutionelle Investoren ein Fiduciary-Mandat vergeben, sollte sichergestellt sein, dass der Fiduciary-Manager maßgeschneiderte Performance-Benchmarks entwickelt. Diese sollten den individuellen Zielen und dem Verpflichtungsprofil der Vorsorgeeinrichtung entsprechen. Es ist ganz entscheidend, dass die Performance dann kontinuierlich entlang der vereinbarten Benchmarks überprüft werden kann. Und es muss durchgehend transparent sein, worauf die aktuelle Performance basiert.“

Während die Gebühren für Vorsorgeeinrichtungen, die bereits mit Fiduciary-Managern zusammenarbeiten, eine geringe Rolle spielen, wird vor allem auf die Form der Gebührengestaltung geachtet. Dabei zeigen die Ergebnisse der Aon-Studie eine klare Präferenz für transparente Richtlinien. In diesen werden, im Gegensatz zu Pauschalgebühren, die Fiduciary- und Management-Gebühren detailliert ausgewiesen. 54% der Befragten bevorzugen eine solche detaillierte und transparente Gebührengestaltung.

„Für institutionelle Investoren, die einen Fiduciary-Manager beauftragen, ist letztlich der Mehrwert entscheidend.“, so Dr. Torsten Köpke. „Wir beobachten, dass die Vorsorgeeinrichtungen die Gebühren zwischen den einzelnen Anbietern vergleichen möchten. Detailgebühren und klare Preisstrukturen unterstützen die Verantwortlichen maßgeblich darin, hier die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wir bei Aon Hewitt präferieren seit jeher eine transparente Gebührengestaltung. Umso mehr sehen wir uns bestätigt, wenn dies im Markt auch so erwartet wird.“

Weitere wichtige Ergebnisse der Fiduciary-Management-Studie 2016
  • Immer mehr Vorsorgeeinrichtungen in Großbritannien arbeiten mit Fiduciary-Managern (18% in 2011, 45% in 2016).
  • Die wichtigsten Vorteile des Fiduciary-Managements sind die Investmentexpertise und De-Risking-Konzepte zur Sicherung der Zielerreichungsgrade.
  • 78% der Befragten, die mit Fiduciary-Managern arbeiten, waren überzeugt, dass Investmententscheidungen zum richtigen Zeitpunkt getroffen wurden.
  • Fiduciary-Management erleichtert die Diversifikation der Kapitalanlagen. 33% investieren in sieben bis neun Assetklassen. Das gelingt nur 25% der institutionellen Investoren ohne Fiduciary-Management.