Experten von Aon Hewitt: Keine Flexi-Rente in der betrieblichen Alterversorgung

Flexibilisierung von Betriebsrenten treibt nur Verwaltungsaufwand in die Höhe


Mülheim/Ruhr – Obwohl flexible Modelle der Alterssicherung grundsätzlich zu begrüßen sind, warnen die Experten des Beratungsunternehmens Aon Hewitt davor, das Modell der Flexi-Rente auf die betriebliche Altersversorgung zu übertragen. „Betriebliche Teilrenten würden den Verwaltungsaufwand extrem in die Höhe treiben, aber den Arbeitnehmern keinen Vorteil bringen”, sagt dazu Carsten Hölscher, der bei Aon Hewitt für diesen Bereich zuständig ist.

Für eine Teil-Betriebsrente müssten nämlich Anwartschaften zunächst geteilt und dann separat verwaltet werden. Sollte dann noch eine Scheidung hinzukommen, müsste das Ganze noch einmal auseinander gerechnet werden. „Da ist es viel sinnvoller, die Betriebsrente erst nach der Zeit des Teilrentenbezugs in Anspruch zunehmen. Das erhöht dann das verfügbare Einkommen beim endgültigen Eintritt in den Ruhestand”, erläutert Hölscher.

Hölscher warnt deshalb vor einer gesetzlichen Verpflichtung zur Einführung betrieblicher Teilrenten: „Vor allem kleine und mittlere Unternehmen scheuen schon heute den bürokratischen Aufwand, der mit Betriebsrenten verbunden ist. Diese Haltung würde sich zweifellos verstärken. Letztlich geht das dann zu Lasten der Arbeitnehmer.”